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Ein Impuls zum Beten und Nachdenken für diese Woche

Wer bin ich?

“Wer bist du?” Gleich drei Mal bekommt der Täufer Johannes diese Frage im Evangelium des dritten Adventssonntags gestellt. Die Frage lautet nicht: „Wo bist du?“ (wie damals an Adam im Garten Eden). Auch nicht: „Was machst du?“ oder „Welchen Status hast du?“ Sondern „Wer bist du?“ Johannes soll Auskunft über seine Identität geben.

Ich kann mir selbst die Frage stellen (lassen): Wer bin ich? Was würde ich antworten – hier, heute, spontan? Was steht im Vordergrund: mein Geschlecht, meine Nationalität, mein Beruf, mein Familienstand, mein Alter, meine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe? Mein Name? Geben sich die Fragenden wohl zufrieden mit dieser Antwort? Oder muss ich mir die Frage ein zweites und drittes Mal stellen?
Unabhängig davon, welche Antwort ich gerade gebe, ist es wichtig, dass ich ehrlich bin. Dass ich anderen und damit letztlich mir selbst nichts vorzumachen versuche. Dass ich der Frage auch nicht ausweiche, selbst wenn sie zunächst schmerzhaft ist. Vor Gott darf, ja muss ich ehrlich sein.

Ich brauche nicht mehr, besser, toller zu sein, als ich tatsächlich bin. Gleichzeitig hat Gott mir eine Würde geschenkt, die mir keiner nehmen kann, nicht einmal ich selbst. Auf die Frage „Wer ist Jorge Mario Bergolio?“ antwortete Papst Franszikus, für manche verblüffend: „Ich bin ein Sünder, den der Herr angeschaut hat.“ Beides steckt in dieser Aussage, unsere menschliche Gebrochenheit und Würde.

Advent ist auch eine Zeit, mich und mein Leben realistisch zu betrachten. Wir sind eingeladen, uns mit liebevollen Augen der Frage zu stellen: „Wer bin ich – und wer bin ich nicht?“

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