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Tägliches Gebet - 2017-09-13

Gottes Gegenwart

Ich werde einen Augenblick ruhig
und sinne über Gottes
lebensschenkende Gegenwart nach:
in jedem Teil meines
Leibes, in allem, was mich umgibt,
in meinem ganzen Leben.

Freiheit

Ich will Gott um Hilfe bitten. Ich möchte
frei werden von allem, was mich sonst gefangen hält,
mich öffnen für Gott in dieser Gebetszeit,
Gott im Lieben und Dienen näher kommen.

Liebende Aufmerksamkeit

Ich lebe in einem Netzwerk von Beziehungen,
verbunden mit der Natur, den Menschen, mit Gott.
Ich spüre diesen Verbindungen nach,
und danke für das Leben, das mir durch sie zufließt.
Manche Fäden sind verdreht oder abgerissen:
Vielleicht spüre ich Bedauern, Ärger, Enttäuschung.
Ich bete darum, annehmen und vergeben zu können.

Das Wort Gottes

Lukas 6:20-26

In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht. Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

Gedanken zur Schriftstelle von heute

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  • Mit diesen Kontrapunkten, Seligpreisungen der Leidenden und Wehe-Rufe gegen die Reichen und Einflussreichen stellt Jesus die geltenden sozialen Normen auf den Kopf und verwirft damit eine Weltanschauung, die leider bis heute noch anzutreffen ist.
  • Auch ich bin nicht frei davon und sollte mich ehrlich fragen: Wo habe ich meine blinden Winkel und falsche Normen? Wie gehe ich mit Menschen anderer Rassen und Herkunft um? Wie gehen wir mit Menschen um, die familiär und anderweitig gescheitert sind? Wo haben wir etwas zu unserem christlichen Glauben erklärt, was aber eher eine falsche soziale Prägung ist? Was schätze ich wert und was verachte ich?
  • Darüber denke ich nach und kann dann vielleicht Seligpreisungen und Wehe-Rufe für mich persönlich formulieren, z.B.: Selig darf ich sein, wenn ich den Asylsuchenden, die mit mir morgens auf den Bus warten, einen frohen Morgengruß und ein freundliches Lächeln schenke, aber wehe mir, wenn ich mit vollen Taschen aus dem Supermarkt komme, mich aber die Not der Menschen in den Hungergebieten kalt lässt…

Gespräch

Was regt sich in mir, während ich bete?
Spüre ich Trost, Unruhe, oder gar nichts?
Ich stell mir vor, wie Jesus selbst neben mir sitzt oder steht,
und ich teile ihm meine Gefühle mit.

Abschluss

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit, in Ewigkeit.

Amen

Wenn Ihnen das Beten auf dieser Seite gut getan hat oder wenn Sie Anregungen oder Ideen für uns haben, würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Wir wünschen Ihnen einen guten Tag und Gottes reichen Segen!

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