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Tägliches Gebet - 2019-02-12

Gottes Gegenwart

Höre ich das Flüstern von Gottes Gegenwart
im Schweigen meines innersten Wesens,
in dem Noch-Nicht meines ersehnten Heil-Seins?
Weiß ich noch, wann ich Gottes Nähe zuletzt gespürt habe,
als wir zusammen unterwegs waren,
und ich mich durch Gottes Liebe umgeben ließ?

Freiheit

Ein dicker, unförmiger Baumstamm würde es nie für möglich halten,
dass aus ihm eine Statue werden könnte, bestaunt als Wunder der Kunst;
niemals würde er sich dem Beitel der Bildhauerin unterwerfen,
die mit ihrer Begabung sieht, was sie daraus machen kann. (Hl. Ignatius)
Ich bitte um die Gnade, mich von meinem barmherzigen Schöpfer formen zu lassen.

Liebende Aufmerksamkeit

In Gottes barmherziger Gegenwart
lasse ich den vergangenen Tag nochmals vor mir ablaufen,
ab jetzt, rückwärts, Augenblick für Augenblick.
Ich sammle in mir alles, was gut und hell war. In Dankbarkeit.
Ich wende mich auch den Schatten zu, und schau, was sie mir sagen wollen.
Ich suche Heilung, Mut, Vergebung.

Das Wort Gottes

Markus 7:1-8

Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, hielten sich bei Jesus auf. Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Hand voll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: "Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?" Er antwortete ihnen: "Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen."

Gedanken zur Schriftstelle von heute

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  • Die Jünger Jesu lassen die Vorschriften der religiösen Tradition außer Acht. Dies bietet den Anlass zu einer heftigen Entgegnung Jesu an die Pharisäer, in der er das Wort Gottes der menschlichen Überlieferung gegenüberstellt.
  • Die menschlichen Regeln haben juristischen Charakter. Sie wollen Präzedenzfälle regeln und menschliches Verhalten ordnen. Wenn Menschen für ihre Gebote die Autorität Gottes in Anspruch nehmen wollen, überschreiten sie ihre Grenzen.
  • Das Gebot Gottes dagegen erwächst aus einer persönlichen Beziehung. Gott möchte Gemeinschaft mit den Menschen, dazu sollen die Gebote helfen. Das Gebot Gottes bringt nicht eine Fülle neuer Vorschriften, es bringt vor allem eine neue Weise, in Gemeinschaft mit Gott zu leben. Aus dieser erneuerten Gottes Beziehung heraus erfahren dann auch die überlieferten Gebote ihren neuen Sinn.

Gespräch

Was regt sich in mir, während ich bete?
Spüre ich Trost, Unruhe, oder gar nichts?
Ich stell mir vor, wie Jesus selbst neben mir sitzt oder steht,
und ich teile ihm meine Gefühle mit.

Abschluss

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit, in Ewigkeit.

Amen

Wenn Ihnen das Beten auf dieser Seite gut getan hat oder wenn Sie Anregungen oder Ideen für uns haben, würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Wir wünschen Ihnen einen guten Tag und Gottes reichen Segen!

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